Information zum Infrarotstrahler
Mit seiner Erfindung der keramischen Brennerplatte1939 legte Günther Schwank den Grundstein für eine Heizungstechnologie die bis heute als die Effizienteste gilt, den Infrarotstrahler. Schwank nutzte die positiven Eigenschaften der Keramikplatte und schuf darauf basierend seine erste Strahlungsheizung – einen Hellstrahler. Im Wesentlichen werden bei direktgasbefeuerten Geräten zwei Infrarotstrahlerarten unterschieden - der Hellstrahler und der Dunkelstrahler.
Das Prinzip der Geräte ist einfach und lässt sich am besten mit dem Sonnenbad auf einem Gletscher erklären. Obwohl die Umgebungstemperatur im Minus-Bereich liegt, ist es in der Sonne warm. Das liegt an der Wärmestrahlung, korrekterweise Infrarotstrahlung genannt, der Sonne. Dort wo die Infrarotstrahlen auftreffen werden sie in Wärme umgewandelt, zum Beispiel auf der menschlichen Haut. Im Gegensatz zu den meisten festen Materialien ist unsere Atmosphäre nur sehr begrenzt in der Lage Infrarotstrahlung zu absorbieren. Luft kann sich daher nicht erwärmen und auch im Schatten bleibt es kalt. Hell- und Dunkelstrahler nutzen dieselbe natürliche Technik, nur mit dem Unterschied das Wärme dabei direkt am Arbeitsplatz erzeugt wird.
Ein Vorteil der
Infrarotstrahler ist, das die Energie nahezu verlustfrei vom Gerät zum Körper gelangt, da kein Trägermedium benötigt wird um die Energie zu transportieren. Zudem produzieren Infrarotstrahler keine Zugerscheinungen, wie dies bei konventionellen Systemen unvermeidbar ist. Unangenehme Zugluft oder Staubaufwirbelungen entstehen erst gar nicht. Da Infrarotstrahler primär die Oberflächen, und nur sekundär die Luft erwärmen, kann die Lufttemperatur durchschnittlich 2–3 °C unter der vom Menschen gefühlten Temperatur liegen, sie wird aber dennoch als behaglich empfunden. Dies wirkt sich vorallem positiv auf das Raumklima aus. Die Arbeitsqualität steigt und Allergieerscheinungen werden gemindert. Weitere Vorteile der Infrarotstrahlung liegen in ihrer ressourcenschonenden und gleichzeitig energiesparenden Arbeitsweise. Je nach Gerätetyp und Hersteller ist eine Energie-Einsparung von bis zu 50% gegenüber konventionellen Heizsystemen möglich.
Hellstrahler besitzen einen größeren Vorteil aufgrund ihres höheren Wirkungsgrads der mehr Wärme abgibt, gegenüber Dunkelstrahlern. Prinzipiell gelten dabei stets die Gesetze der Thermodynamik, so dass alle Körper, die beispielsweise innerhalb einer Halle per Infrarotstrahlung erwärmt wurden, auch ihrerseits per Wärmeleitung die Luft erwärmen. Dieser Effekt ist allerdings unter den meisten Umständen deutlich geringer als bei den konventionellen Systemen.
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